HipHop Producing Tutorial -
Bedeutung moderner HipHop Produktionen, geschichtlicher Background, Kultur und Arbeitsweise / Vorgehen vieler moderner Producer. Part 1
Legende:
= myspace |
= Wikipedia Artikel |
= Youtube etcEin Producer oder Musiker sollte immer offen für neues sein, sich aber auch für die geschichtliche Herkunft, Kultur und Zusammenhänge (zumindest) seiner Musik interessieren. Dieser Artikel soll kurz die Geschichte vom HipHop beleuchten und grundlegende Arbeitsweisen bzw. den Fokus von modernen Producer näher bringen. Ich lege diesen Artikel jedem Producer und denen die es werden wollen als Einstieg oder zur Vorbereitung für kommende Tutorials ans Herz, da hier die Zusammenhänge und das Verständnis zu Synthesizern und deren Einsatz näher gebracht wird. Die Entstehung von HipHop wird ausführlich bei Wikipedia
beschrieben wobei ich eher die englische Version, weil ausführlicher empfehle. 
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Ein Producer sollte immer offen für neues aber auch altes sein. Wer die Zeit hat sollte sich einmal wirklich intensiv über die Geschichte seiner Musik Informieren. Was z.B. einige vielleicht nicht wussten, die Anfänge des Hip Hop gehen sogar bis in die 1970er sogar teilweise bis in die späten 1960er Jahre zurück.
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Je weniger Instrumente ein Song besitzt desto wichtiger wird das Sounddesign. Die Sounds sollten immer gut miteinander harmonieren egal ob der Beat kicken (z.B. bei vielen Clubproduktionen) oder Smooth sein soll (NuJazz, NeoSoul)
Das Sounddesign ist natürlich schon immer ein wichtiger Bestandteil in der gesamten Musik. Bereits in der Klassik war die Anordnung des Orchesters eine Optimierung und Beeinflussung des Gesamtklanges. Oder der Mixdown, der bei jeder (Musik) Tonträgerproduktion gemacht wird ist nichts anderes als den Sound zu optimieren, was auch die Ursprüngliche Arbeit des Producers war. Nur liegt der Schwerpunkt bei heutigen Produktionen, schon allein wegen der Möglichkeiten, die Synthesizer bieten, wohl doch mehr auf der inneren Soundharmonie der einzelnen Instrumente zueinander und dem Instrumentendesign an sich, als jemals zuvor. Z.B. sind Strings heute nicht gleich Strings. Es ist extrem wichtig die passenden Strings zu finden so könnte ein Stringlastiger Track à la 50 Cent (z.B. Candy Shop) schnell matschig, weich, langweilig und im schlimmsten Fall nach einer billigen MIDI Produktion klingen. Somit ist schon allein die Zeit die man sich für das Sounddesign und Instrumentendesign im Vergleich zum Rest der Produktionsabläufe nimmt gestiegen. Es haben heute eigentlich fast nur noch diejenigen Produktionen eine Chance sich auf dem Markt zu behaupten, welche schon allein durch den eigenen und unverkennbaren Sound und Instrumente auffallen und dadurch einen individuellen Groove erzeugen und so gleichzeitig sehr hooky werden.
Am wichtigsten ist das sounddesign jedoch bei den Drums da HipHop BEATS, wie der Name schon sagt, hauptsächlich von den Drums leben. Hier sollte mit am meisten Kreativität investiert werden, vgl. Timbaland, Danja, Polow Da Don, Kanye West, Neptunes usw.
Ich rede hier von moderneren Synthie Produktionen, was aber auch nicht heißen soll, dass das Sounddesign nicht auch in anderen Bereichen ähnlich wichtig wäre.
Beats, die wie schon zu beginn des HipHops (OldSchool aber auch Newschool bis heute) mit Hilfe von Samples aus z.B. alten Motown Scheiben erstellt werden, müssen zwar Soundtechnisch auch harmonieren aber hier liegt die Arbeit eher darin, die einzelnen Sampleloops verschiedener Platten so auszuwählen und zu cutten, loopen, pitch-shiften und time-stretchen, etc. dass sie die Loops nachher zueinander passen und evtl. mit diesen Samples neue Harmonien und Melodien erzeugen. Das Sounddesign ist hier, indem Sinn, die verwendete Platte selbst. Am beliebtesten ist hier, nebenbei gesagt, als Werkzeug eine AKAI MPC3000 bzw. deren Vorgänger und Nachfolger.
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(dazu mehr in einem der nächsten Tutorials / e-Books) Ein sehr gutes und auch aktuelles Beispiel für "SampleLoop-" oder "Vinyl-Produktionen", sind die Jedi Mind Tricks
aber auch Kanye West
.Das - wie bei HipHop allgemein - wichtigste sind auch hier die Drums und deren Sound, welche bei diesen Produktionen sozusagen eigentlich immer aus eigener Feder stammen bzw. teilweise auch als einzelne Schlägen (also Snare, Kick Hats etc) aus den Vinyls gesamplet werden und daraus ein neuer Beat gemacht wird. Wobei es hierbei aber natürlich auch wichtig ist, das passende DrumSet zu wählen oder zu erstellen. Aber Vorsicht, beim Samplen von alten Vinyls entsteht sehr schnell eine Urheberrechtsverletzung. Das Gerücht, "bis zu 3 Sekunden Samplen sei erlaubt" ist absolut falsch. Wenn die Plattenfirmen kein Sampleclearing betreiben kann das sehr schnell böse Konsequenzen haben. Also tracks mit fremden Samples besser nicht veröffentlichen, auch nicht auf der eigenen Webseite, Myspace, Youtoube etc.
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Das Sounddesign, also die Art und Zusammensetzung der verwendeten Sounds, ist bei einer modernen (Synthie) HipHop Produktion sehr wichtig
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Ein Grund für den (zunehmenden) Einsatz von Synthesizern und das Jagen nach immer neuen Sounds bei Synthie Produktionen ist wohl auch dass die Wurzeln von HipHop zum großen Teil auch im Electro Genre liegen, wovon die deutsche Gruppe Kraftwerk
wohl DIE Vorreiter, wenn nicht Begründer waren. Kraftwerk
haben bereits in den 1970ern schon mit den damals modernsten synthetischen Klängen und Effekten wie Vocodern gearbeitet. Afrika Bambaataa war einer der ersten, stielprägensten MC’s der zu beginn der 1980er Kraftwerks
Produktionen aufgreift und dazu rappt.Gleichzeitig ist Elektro aber auch der Wegbereiter von Techno, Dance, House, usw. Eine Gemeinsamkeit lässt sich deshalb nicht verleugnen. Jedenfalls scheint HipHop heute immer deutlicher mit Dance und Clubmusic zu verschmelzen. Und es werden Dance Synthies mit fetten HipHop Beats gemischt. Auch beim Tanzen lassen sich oft Gemeinsamkeiten ziehen. So hat sich z.B. die Dance Szene den C-Walk oder Crip Walk
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abgeguckt, den Mitglieder der Crips
, eine Gang aus L.A. tanzten um ihre Zugehörigkeit zu zeigen, indem sie mit den Füßen tanzend ihren Namen auf den Boden schrieben. Zu den Crips zählten sich beispielsweise Snoop Dog und Warren G. Die Dance Scene schaute sich Schritte dieses heute, von vielen Nicht-Crips-Mitgliedern stark modernisierten Tanzes, ab und machten diesen 140 BPM und aufwärts kompatibel. Das ganze nennt sich hier dann Melbourne Shuffle
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Welcher Tanzstiel besser aussieht, will ich hier mal besser nicht bewerten. Es sei nur so viel gesagt, Presslufthammer arbeiten auch jenseits der 120 BPM
